Umnutzung und Sanierung
Wohngarage in London von Trewhela Williams
Trewhela Williams erweiterten mit dem Umbau einer Garage das Erdgeschoss eines bestehenden Hauses. © Lorenzo Zandri
Trewhela Williams verwandeln eine Garage in ein Zuhause. Der Umbau der ungenutzten und unisolierten Garage schafft eine größere Wohnfläche für die junge Familie. Die Architekten erweiterten das Erdgeschoss des bestehenden Reihenhauses und öffneten die Fassade für mehr Tageslicht. Das minimalistische Wohnkonzept interpretiert die Geschichte des Ortes neu.
Die Reihenhäuser waren einst Stallungen. © Lorenzo Zandri
Das Haus befindet sich in Primrose Hill im Norden von London. Elizabeth Mews, der Name der Straße, verweist auf die ursprüngliche Nutzung der Bebauung als Stallungen. Da die Straße Teil der Belsize Park Conservation Area ist, wahren die Eingriffe den Denkmalcharakter der Architektur.
Fassade
An der Vorderseite des Hauses erinnern die holzgetäfelten Tore an die frühere Nutzung als Marstall. Das Garagentor hingegen wurde durch ein großes Fenster ersetzt. Hier schafft ein charakteristischer Sichtschutz aus Eichenholzlamellen Privatsphäre und bietet Sonnenschutz. Eng aneinanderstoßende Fugen, verdeckte Befestigungselemente und die Ausrichtung der Holzmaserung ermöglichen die klare, homogene Erscheinung des Holzeinbaus.
Über die Tiefe des Hauses erstreckt sich eine 9 m lange Küchenzeile. © Lorenzo Zandri
Lichter Innenraum
Das neue Fußbodenniveau der Garage passt sich dem des bestehenden Wohnraums an. Im Inneren erstreckt sich eine 9 m lange Küche über die gesamte Tiefe des Hauses. Im vorderen Bereich bietet eine zentrale Trennwand mit Einbauschränken cleveren Stauraum. Ein kleiner Hinterhof fungiert als Lichtschacht und ermöglicht auch im hinteren Bereich des Hauses eine natürliche Belichtung.
Das Garagentor wurde durch ein Fenster ersetzt. Der Einbau aus Eichenholz verschattet dieses. © Lorenzo Zandri
Die eng aneinanderstoßenden Fugen verleihen der Konstruktion ihre Homogenität. © Lorenzo Zandri
Harmonierende Materialien
Die Materialien sind exakt aufeinander abgestimmt. So harmoniert die schwere Arbeitsplatte aus Mugla-Marmor mit dem darüber angebrachten dünnen Metallregal, dessen Kanten zwei horizontale Linien bilden. Getrennt werden die beiden Elemente von einem Band aus verspielt gesprenkelten Terrazzoplatten.
Der Hinterhof belichtet den hinteren Bereich des Innenraums. © Lorenzo Zandri
Minimierter Energieverbrauch
Der Entwurf setzt auf passive Gestaltungsprinzipien, die den Energieverbrauch minimieren. Mit ihrem Projekt gewannen Trewhela Williams den Preis „Don't Move, Improve!“ sowie den „Transformation Prize“. Die gelungene Umnutzung hat Vorbildfunktion für die gesamte Nachbarschaft
Architektur: Trewhela Williams
Standort: Primrose Hill, London (GB)
Tragwerksplanung: Peter Dann
Umweltberatung: Arcadis